Workshops am Mittwoch, 17.06.2020

Workshop 1
Sucht und Bindung
Dr. Nevena Vuksanovic

Wenn hilfreiche Bindungspersonen in stressvollen Situationen nicht zur Verfügung stehen, lernt das menschliche Gehirn sehr schnell, dass auch Suchtmittel zur vorübergehenden physiologischen und emotionalen Beruhigung führen. Besonders Frauen, die frühe schmerzhafte Erfahrungen der Vernachlässigung und des Missbrauchs gemacht haben, sind gefährdet. Hinzu kommt, dass sie als Mütter schnell in ihrer Rolle überfordert sind. In der Fortbildung werden die neurobiologischen Grundlagen der Suchtentwicklung sowie die heilenden Prozesse in der Mutter-Kind-Beziehung aus der Bindungsperspektive dargestellt und anhand einiger Beispiele diskutiert.

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Workshop 2
Sucht und Trauma
Dr. Wibke Voigt

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Workshop 3
Sucht und Gruppen(psycho)therapie
Dr. Clemens Veltrup

Die Behandlung in Gruppen ist in der Suchttherapie seit vielen Jahrzehnten ein zentrales Element in der Akutbehandlung sowie in der medizinischen und sozialen Rehabilitation. Neue Manuale zur Förderung von Änderungsbereitschaft und Änderungskompetenz sollen helfen, Störungen durch psychotrope Substanzen effizienter und effektiver zu bewältigen. Sie sind substanzübergreifend, ergebnisoffen, informativ, anregend (motivational) und sollen Spaß machen. Auch für Patient/innen mit komorbiden Störungen liegen gruppentherapeutische Programme vor. In dem Workshop werden wichtige (überwiegend deutschsprachige) Gruppenmanuale vorgestellt (z. B. Manuale für die qualifizierte Entzugsbehandlung, strukturierte Rückfallpräventionsprogramme). Das Seminar ist übungsorientiert. Alle Teilnehmer/innen erhalten umfangreiche Begleitmaterialien.

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Workshop 4
Was Sie immer schon über Sucht wissen wollten, aber nie zu fragen wagten
Prof. Dr. Johannes Lindenmeyer

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Workshop 5
Sucht und Achtsamkeit
Oliver Kreh

Achtsamkeit bedeutet, auf eine bestimmte Art und Weise aufmerksam zu sein: absichtsvoll, im gegenwärtigen Moment und nicht wertend. In diesem Workshop geht es um die Integration buddhistisch-philosophischer Grundhaltungen und meditativer Übungen in verhaltenstherapeutische Therapieprogramme. Die Teilnehmer sollen befähigt werden, ein anderes Verhältnis zu dysfunktionalen Kognitionen und daraus resultierenden Emotionen zu bekommen. Die unterschiedlichen Ansätze achtsamkeitsbasierter Therapie werden in diesem Workshop kurz dargestellt, typische Übungen erläutert und gemeinsam durchgeführt. Erfahrungen aus der Implementierung eines Achtsamkeitstrainings in die stationäre Suchtrehabilitation und empirische Ergebnisse werden berichtet, die Möglichkeiten und Grenzen achtsamkeitsbasierter Therapie bei Substanzabhängigkeit diskutiert.

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Workshop 6
Sucht und Arbeit
Hanna Dargen, Mira Herbers

Der Erfolg einer Reha-Maßnahme wird immer mehr an der gelungenen beruflichen (Re-)Integration bemessen. Daher möchten wir uns in diesem Workshop mit der Fragestellung „Wie kann die berufliche Orientierung in der Suchtrehabilitation erfolgreich sein?“ auseinandersetzen.

Eine sinngebende, tagesstrukturierende berufliche Perspektive zu schaffen, ist aus vielerlei Hinsicht ein wichtiger Grundpfeiler für eine zufriedene, abstinente Lebensführung und daher zentraler Punkt in der Therapie. Dennoch stoßen wir bei den Rehabilitand*innen nicht selten auf Hemmnisse und Abwehr. Die oft mit Frustration verbundenen Berufserfahrungen äußern sich in der Therapie häufig durch Ärger, Vermeidung oder den Wunsch nach Entlastung. Es gilt, ein therapeutisches Arbeitsbündnis aufzubauen und dabei konkrete Schritte in Richtung berufliche (Re-)Integration zu unternehmen.

Nach einer kurzen Einleitung zum Thema Sucht und Arbeit sowie einer Darstellung der arbeitsbezogenen Abläufe im stationären und tagesklinischen Setting möchten wir unter dem Leitsatz „Motivation und Sinnstiftung im Arbeitsweltbezug“ in den gemeinsamen Austausch gehen. Anhand von Fallbeispielen sollen konkrete Maßnahmen und Strategien in der beruflichen Orientierung erarbeitet werden.

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Workshop 7
Sucht und Partnerschaft – Paarbehandlung in der Suchtrehabilitation
Ulrike Dickenhorst

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Workshop 8
Sucht und Sucht – Raucherentwöhnung im Rahmen der Alkoholentwöhnungsbehandlung 
Reto Cina

Etwa 80 Prozent aller Alkoholabhängigen in einer stationären Alkoholentwöhnungsbehandlung sind Raucher, davon rauchen etwa zwei Drittel über 20 Zigaretten am Tag. Diese Patient*innen werden eher am Rauchen sterben als an den Folgen des Alkoholkonsums. Im Workshop soll exemplarisch ein Raucherentwöhnungsprogramm vorgestellt werden, das sich – basierend auf wissenschaftlich fundierten Programmen – in der Praxis bewährt hat. Im Wesentlichen wird der Fokus auf die Motivierung der Patient*innen und die inhaltliche Ausgestaltung dieses Programmes gelegt. In interaktiven Übungen sollen praktische Beispiele besprochen werden.

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Foren am Donnerstag, 18.06.2020

Forum 1
Drogenkonsum und suchtnahe Verhaltensweisen: Aktuelle Veränderungen und Maßnahmen in der Behandlungspraxis
Wolfgang Indlekofer, Dr. Monika Vogelgesang

Suchttherapie ist nicht statisch, sondern muss sich neuen Entwicklungen anpassen, um weiterhin erfolgreich zu sein. Das Forum gibt einen Überblick über aktuelle Entwicklungen und entsprechend adaptierte diagnostische und therapeutische Vorgehensweisen in den Bereichen des Drogenkonsums und der suchtnahen Störungen. Dabei wird neben Überblicksreferaten auch detaillierter auf spezifische Störungen und ihre Behandlung eingegangen. Auf klassifikatorische Neuerungen, die sich durch das ICD-11 ergeben, wird hingewiesen.

13:30 Uhr
Wolfgang Indlekofer:
Neue Konsummuster, eine veränderte Klientel und die Auswirkung auf die Rehabilitation Drogenabhängiger

14:00 Uhr
Prof. Dr. Volker Auwärter:
NPS – was wir über Angebot, Produktion und Vertrieb wissen

14:30 Uhr
Dr. Barbara Richter:
Was hat sich durch die veränderten Konsummuster im Verhalten und Denken der Drogenkonsumierenden verändert – was heißt das für die Diagnostik und Behandlung?

15:00 Uhr
PAUSE

15.30 Uhr
Dr. Monika Vogelgesang:
Störungen mit Schnittmengen zu Suchterkrankungen – Einordnung, Verursachung, Behandlung

16:00 Uhr
Holger Feindel, Bernd Sobottka:
Pathologischer PC-/Internetgebrauch und Pathologisches Glücksspielen – aktuelle Entwicklungen und Therapie

16:30 Uhr
Nora Frank, Michael Krämer:
Cybersex und Online-Pornographie – zwischen Medienabhängigkeit und Hypersexualität

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Forum 2
Frühzeitiger Zugang zur Behandlung
Thomas Hempel, Christian Muhl

Wenn Menschen ihre Suchtmittelabhängigkeit bewältigen wollen, brauchen sie in der Regel Hilfe. Das Suchthilfesystem in Deutschland hat sehr differenzierte und qualitativ gute Angebote, um diesen Menschen unter Berücksichtigung individueller Problematiken die notwendige Hilfe zukommen zu lassen. Dennoch erreichen diese Angebote nicht jeden, der davon profitieren könnte, oder sie werden erst sehr viel später in Anspruch genommen, was das persönliche Leiden der Betroffenen und auch den gesellschaftlichen Schaden erhöht. Wir wollen uns in diesem Forum damit beschäftigen, welche Faktoren für die Verbesserung eines Zugangs zum Suchthilfesystem eine Rolle spielen. Zudem werden einige Projekte vorgestellt, die sich um Lösungsmöglichkeiten bemühen.

13:30 Uhr
Pia Zollmann:
DRV-Studie „Analyse des Antragsrückgangs bei Leistungen zur medizinischen Rehabilitation“

14:00 Uhr
Eva Carneiro Alves:
Erfahrungen mit dem Kombi-Modell der DRV Oldenburg-Bremen und DRV Nord

14:30 Uhr
„Heiße Eisen“ – Open space
In einer offenen Diskussionsrunde können sich die Teilnehmenden mit eigenen Erfahrungen zu kontroversen Themen wie etwa der Bedeutung von Sozialberichten im Antragsverfahren einbringen.

15:00 Uhr
PAUSE

15:30 Uhr
Dieter Bingel-Schmitz:
Erfahrungen mit dem Nahtlosverfahren

16:00 Uhr
Dr. Ulrich Böhm:
Das rehapro-Projekt „Assessment-Center“ der DRV Oldenburg-Bremen und des RehaCentrums Alt-Osterholz

16:30 Uhr
Cornelia Kost:
Neue Zielgruppen erreichen und vermitteln: 4Be TransSuchtHilfe – Hamburger Peer-Projekt für suchtgefährdete und suchtkranke trans, nicht binäre, genderdiverse Menschen

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Forum 3
Digitalisierung: Aktuelle Entwicklungen in der Suchtkrankenhilfe und -behandlung
Dr. Thomas Klein, Dr. Dietmar Kramer, Dr. Jürgen Seifert

Das Thema der Digitalisierung ist in aller Munde und gibt Anlass, neue Entwicklungen anzustoßen, ist aber auch mit vielen Fragen verbunden. Wir wollen dementsprechend in diesem Forum einige neue Entwicklungen vorstellen, aber auch konstruktiv-kritisch Fragen hinsichtlich der Qualitätssicherung und Einsetzbarkeit von digitalen Angeboten im Suchtbereich stellen. Dabei geht es darum, wie wir mehr Menschen mit Suchtproblemen erreichen können und wie wir diejenigen, welche sich in das Suchthilfesystem begeben haben, möglichst über einen längeren Zeitraum begleiten können. Lassen Sie sich in diesem Sinne informieren und nutzen Sie die Gelegenheit, mitzudiskutieren und Fragen direkt zu stellen.

13:30 Uhr
Prof. Dr. Matthias Berking:
Vorstellung des Projektes SmartAssistEntz – Smartphone-​assistierte Abstinenzförderung nach Alkoholentzug

14:15 Uhr
Mathias Müller:
Virtuell Reality: Wissenschaftliche Grundlagen

15:00 Uhr
PAUSE

15.30 Uhr
Dr. Jürgen Seifert:
AddictoBS – Vorstellung einer Vernetzungs-App im Raum Braunschweig

16:00 Uhr
Prof. Dr. Manfred Betz, Gunnar Friemelt, Dr. Thomas Klein, Wolfgang Schmidt-Rosengarten
Impulsreferate zum Thema Qualitätssicherung mit Podiumsdiskussion

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Forum 4
Entwicklungen in der Suchtbehandlung
Prof. Dr. Johannes Lindenmeyer, Dr. Clemens Veltrup

 

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Forum 5
Kinder und Jugendliche: Erfordernisse für die Zukunft
Natalie Jatzlau, Gotthard Lehner

Im Regelfall werden in der Suchtkrankenhilfe erwachsene Menschen behandelt (über 18 Jahre), nur im Einzelfall werden Jugendliche therapiert – diese Sichtweise hat sich mittlerweile verändert. Nicht nur die Indexpatient*innen sind im Blickfeld, sondern auch deren Angehörige und Kinder. So wurden in den letzten Jahren ca. 1.000 Kinder jährlich als Begleitkinder in Suchtreha-Kliniken aufgenommen und betreut. Fast immer gingen die Leistungen der Kliniken über den Umfang hinaus, welcher von den Renten- und Krankenversicherungen vergütet wurde. Seit einiger Zeit wird verstärkt die Frage gestellt, welche Hilfen die Kinder von Suchtmittelabhängigen benötigen. Welche Hilfe muss angeboten werden, damit sie nicht in einigen Jahren unsere neuen „Kunden“ sind? In diesem Forum möchten wir diese Fragen beantworten. Dies soll aber nicht nur aus Sicht der Suchtkrankenhilfe geschehen, sondern auch unter Einbeziehung der Jugendhilfe und der Wissenschaft.

13:30 Uhr
Gotthard Lehner:
Begrüßung der Gäste und Einstimmung auf das Forum

13:40 Uhr
Prof. Dr. Dr. med. Martin Holtmann:
Sektorübergreifende Suchtbehandlung: Die Sicht des Kinder- und Jugendpsychiaters

14:00 Uhr
Natalie Jatzlau:
Rahmenkonzept für Kinder suchtkranker Eltern in der stationären Entwöhnungsbehandlung – Prozessorientierte Erfassung von Förderbedarfen der Kinder in der Entwöhnungsbehandlung

14:15 Uhr
Petra Mogias:
Fokussierung auf so genannte Begleitkinder im Rahmen einer Mutter-Vater-Kind-Entwöhnungsbehandlung

14:30 Uhr
Prof. Dr. Michael Macsenaere:
Steuerungswissen und Handlungsorientierung für den Aufbau effektiver interdisziplinärer Vernetzung für suchtbelastete Familien

14:45 Uhr
Ulrike Rittmann:
Beobachtungen aus Sicht eines Jugendamtes (Arbeitstitel)

15:00
PAUSE

15:30 Uhr
Möglichkeit zu Austausch und Diskussion
Moderation: Gotthard Lehner

16:00 Uhr
Prof. Dr. Michael Klein:
Vortrag und Diskussion

16:50 Uhr
Abschlussgedanken mit kurzem Resümee

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Forum 6
Berufliche Teilhabe
Ulrike Dickenhorst, Corinna Nels-Lindemann

13:30 Uhr
Dr. Sarah Weusthoff:
Berufsorientierte Teilhabebegleitung in der Rehabilitation von Abhängigkeitserkrankten – das rehapro-Modellprojekt „BORA-TB“ der DRV Westfalen

14:00 Uhr
Dr. Dieter Geyer:
Vertiefte berufsbezogene Rehabilitation Abhängigkeitskranker (BORA) in der Adaption durch enge Kooperation mit einem Berufsförderungswerk

14:30
Petra Kiemann:
Berufliche Reintegration nach Rehabilitation – aus der Perspektive einer betrieblichen Ansprechpartnerin

15:00 Uhr
PAUSE

15:30 Uhr
Marina Pippel, Susanne Sölter:
Das Für und Wider der BORA-Einstufung: Fünf Jahre Erfahrung in der salus klinik Hürth

16:00 Uhr
Martina Stefancic:
Kooperation zwischen Rehabilitationsklinik und Jobcenter – zum Wohle der Betroffenen. Wie kann sie gelingen?

16:30 Uhr
Dr. Benno Fabricius:
Effektivität der Adaptionsphase zwischen Konzept und Realität

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Forum 7
Bausteine und Methoden der Suchtbehandlung
Prof. Dr. Wilma Funke, Dr. Robert Stracke

Die komplexe Suchtbehandlung im Rahmen der medizinischen Rehabilitation bei Abhängigkeitsstörungen hat in den letzten Jahrzehnten enorme fachliche Ausdifferenzierungen und Ergänzungen erfahren. Sowohl medizinisches als auch psychotherapeutisches Handeln sowie Interventionen der klinischen Sozialarbeit wurden neu konzipiert, adaptiert und empirisch untersucht. Von den Fortschritten der Grundlagenwissenschaften in Neurobiologie, Medizin, Psychotherapie und Sozialarbeit profitieren wir auch in der Suchtbehandlung. Im Forum möchten wir ausgewählte neue Entwicklungen mit ihrer jeweiligen Evidenz vorstellen und diskutieren.

13:30 Uhr
Prof. Dr. Dr. Andreas Heinz:
Suchttherapie im Spiegel von Neurobiologie und Erkenntnistheorie: State of the Art zur Optimierung der Behandlung von Menschen mit Abhängigkeitsstörungen oder Welche konkreten Schlussfolgerungen lassen sich auf Basis des aktuellen Kenntnisstandes für die psychotherapeutische und somatische (Medikamente-)Therapie der Sucht ziehen?

14:30 Uhr
Dr. Thomas Kuhlmann:
Medizinische Rehabilitation unter Substitution – eine unterschätzte therapeutische Option (Über Chancen, Grenzen und Erfahrungen)

15:00 Uhr
PAUSE

15:30 Uhr
Dr. Angela Buchholz:
ICF-Orientierung: Ein Tor zu Teilhabe und Förderung

16:00 Uhr
Prof. Dr. Johannes Lindenmeyer:
Psyche und Soma: Warum NKT wirken könnte

16:30 Uhr
Oliver Kreh:
Achtsamkeitsbasierte Interventionen: Indikation und Wirksamkeit

17:00 Uhr
Pamela Kolodziej:
Optimierung von Angehörigenarbeit in der Reha: Ergebnisse einer Multicenterstudie

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Forum 8
Gewinnung und Bindung von Fachkräften
Christina Baumeister, Thomas Bold

Die Gewinnung von Fachkräften stellt derzeit alle Bereiche der Wirtschaft vor große Herausforderungen. Im Bereich der Suchtrehabilitation betrifft dies insbesondere die Suche nach Ärzt*innen, Psycholog*innen und Sozialpädagog*innen. Zugleich formulieren die Kostenträger hohe Anforderungen an die personelle Ausstattung der Kliniken und zeigen sich kaum bereit, Vakanzen zu dulden. Unter diesen Bedingungen gewinnt die Bindung des vorhandenen Fachpersonals weiter an Bedeutung. Es gilt also, einerseits neue Wege bei der Personalrekrutierung einzuschlagen und andererseits Anreize zu setzen, um qualifiziertes Personal langfristig an das eigene Unternehmen zu binden. Im Forum „Gewinnung und Bindung von Fachkräften“ werden zu beiden Zielsetzungen Anregungen gegeben und Erfahrungen ausgetauscht.

13:30 Uhr
Anne Engelshowe:
Digitales Personalmarketing und Recruitingstrategien der Zukunft

14:15 Uhr
Irene Stroot / Malte Borges:
Förderprogramme für kleine und mittlere Unternehmen zur Entwicklung eines besseren Arbeitsumfelds

15:00 Uhr
PAUSE

15:30 Uhr
Andreas Petermann:
Personelle Anforderungen der Rentenversicherung an die Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation Suchtkranker

16:00 Uhr
Prof. Dr. Andreas Koch, Dr. Florian Frensch:
Personalbindung und -entwicklung: Konzepte, Maßnahmen und Erfahrungen gemeinnütziger und privater Leistungsanbieter

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Forum 9
Aufgaben und Finanzierung des Suchthilfe- und Suchtbehandlungssystems
(stationär, ambulant, Reha und Nachsorge)

Rodolfo E. Baumbach, Petra Sarstedt-Hülsmann

Das Forum behandelt Aufgaben und Finanzierung des Suchthilfe- und Suchtbehandlungssystems unter Berücksichtigung von leistungsgerechten Vergütungen in der stationären und ambulanten Rehabilitation Sucht und der Nachsorge – Qualität zu jedem Preis?

Teil I: Aufgaben und Finanzierung des Suchthilfe- und Suchtbehandlungssystems stationär

13:30 Uhr
Prof. Dr. Frauke Brosius-Gersdorf:
Leistungsgerechte Vergütung in der stationären Rehabilitation

14:00 Uhr
Jürgen Ritter:
Leistungsgerechte Vergütung und aktuelle Entwicklungen in der stationären Rehabilitation aus Sicht der DRV Bund

14:20 Uhr

Thomas Keck:
Leistungsgerechte Vergütung und aktuelle Entwicklungen in der stationären Rehabilitation aus Sicht der DRV Westfalen

14:40  

Diskussion
Moderation: Rodolfo E. Baumbach

15:00 Uhr
PAUSE

Teil II: Aufgaben und Finanzierung des Suchthilfe- und Suchtbehandlungssystems ambulant und Nachsorge

15:30 Uhr
Dr. Peter Raiser:
Ambulante Beratung und Rehabilitation – Qualität zu jedem Preis?

15:50 Uhr
Dr. David V. Steffen:
Leistungsgerechte Vergütung in der ambulanten Rehabilitation und Nachsorge Sucht aus Sicht der Verbände

16:10 Uhr
Leistungsträgervertreter (angefragt)

16:30 Uhr
Diskussion
Moderation: Petra Sarstedt-Hülsmann

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Forum 10
Bewertung der Qualität der Suchtbehandlung – Chancen und Risiken
Dr. Julia Domma-Reichart, Hildegard Winkler

Qualität wird zukünftig eine definierte Rolle bei der Auswahl derjenigen Rehabilitationseinrichtung spielen, die für einen Versicherten der Deutschen Rentenversicherung am besten geeignet ist. Vor diesem Hintergrund möchten wir im Forum folgende Fragen diskutieren: Welche Dimensionen der Qualität sind in der Suchtrehabilitation relevant? Wie können sie gemessen und für die Belegungssteuerung genutzt werden? Worüber werden Rentenversicherungsträger und Einrichtung miteinander sprechen, wenn Qualitätsmängel deutlich werden? Und schließlich: Wie können wir eine bessere Wirksamkeit des Qualitätsmanagements erreichen?

13:30 Uhr
Dr. Julia Domma-Reichart:
Qualitätsorientierte Zuweisung – Chancen und Risiken

13:40 Uhr
Prof. Dr. Thorsten Meyer:
Welche Dimensionen hat Qualität in der Suchtreha?

14:20 Uhr
Dr. Margarete Ostholt-Corsten:
Wie wird Qualität die Einrichtungsauswahl beeinflussen?

15:00 Uhr
PAUSE

15:30 Uhr
Ulrich Theißen:
Worüber müssen wir sprechen? – Der strukturierte Qualitätsdialog

16:10 Uhr
Dr. Benedikt Sommerhoff:
Wie managen wir Qualität agil?

16:50 Uhr
Hildegard Winkler:
Chancen nutzen, Risiken vermeiden!

Forum 11
Angebote für chronisch mehrfach beeinträchtigte Suchtkranke: Entwicklungen und Herausforderungen infolge des BTHG
Dr. Darius Chahmoradi Tabatabai, Andrea Schwerdt

Das Inkrafttreten der 3. Reformstufe des BTHG am 01.01.2020 stellt die Einrichtungs- und Leistungsträger der Eingliederungshilfe vor große Herausforderungen. Trotz der dreijährigen Vorbereitungszeit ist die Umsetzung zum Stichtag nur ansatzweise gelungen, in den meisten Bundesländern gelten zunächst Übergangsvereinbarungen, der Reformprozess dauert an. Die Trennung von Fachleistungen und existenzsichernden Leistungen in den besonderen Wohnformen, die mehr Selbstbestimmung der Bewohner ermöglichen soll, wirft für den Personenkreis der chronisch mehrfach beeinträchtigten Suchtkranken besondere Fragen auf. Diesen Fragen soll in diesem Forum nachgegangen werden.

13:30 Uhr
Stephan May:
Rechtliche Fragen und Gestaltungsmöglichkeiten

14.15 Uhr
Tina Lindemann:
Chancen und Risiken bei der Umsetzung des BTHG

15:00 Uhr
PAUSE

15.30 Uhr
Thomas Kuhlmann:
„Wenn alles bleiben soll, wie es ist, muss sich alles ändern“
(Guiseppe Tomasi di Lampedusa)

16:15 Uhr
Kostenträgervertreter (angefragt)